Melbourne
5 March 2008 by schroed
Heute sind wir in Melbourne angekommen. Eigentlich hätte ich das wissen sollen… Es ist keine gute Idee, Lebensmittel nach Australien oder Neuseeland einzuführen, da das Ökosystem durch unterschiedlichste Überseeorganismen stark gefährdet ist. Wir hatten beide ein kleines Päckchen balinesischen Kaffee im Gepäck, weshalb wir auf der Einreisekarte “Food” ankreuzen mussten. Daraufhin wurde unser Gepäck nochmals durchleuchtet und wir durften uns ein bisschen länger mit den Zollbeamten unterhalten. Die Atmosphäre war leicht befremdlich. Wir haben nun beschlossen, den Kaffee hier aufzubrauchen beziehungsweise zurückzulassen und nicht weiter damit rumzureisen.
Ben, ein Kumpel von Christian, der seit fünf Jahren hier arbeitet, zur Zeit Food and Beverage Manager im Holiday Inn ist und uns netterweise ein Zimmer in seinem Haus zur Verfügung stellt, hat uns in seinem Ford Fairlane vom Flughafen abgeholt. Es tut schon irgendwie gut, wieder in “die Zivilisation” zurückzukehren. Die Luftfeuchtigkeit und das ständige Angesprochenwerden kann auf Dauer schon etwas anstrengend sein. Dennoch hatten wir definitiv eine sehr gute Zeit auf Bali.
Gestern waren wir nochmal ausgiebig surfen, wobei wir uns einen ordentlichen Sonnenbrand eingefangen haben. Die Sonnencreme ist dann leider doch nicht so wasserfest, wie sie vorgibt zu sein. Naja, jedenfalls haben wir quasi nochmal privaten Surfunterricht von den beiden Neuseeländern bekommen. Dabei ging es unter anderem darum, welche Wellen man wie anzupaddeln hat. Gestern gab es richtig große Wellen, teilweise bis zu zweieinhalb Meter hoch. Wir wissen jetzt, welche Dinge wir noch üben müssen und werden dies in Muriwai, Neuseeland tun.
Die beiden Neuseeländer werden wir ziemlich sicher nochmal wiedersehen. Allan kommt einen Tag nach uns in Auckland an und hat gesagt, dass wir eine hübsche Aktion starten werden. Das wird schätzungsweise in erster Linie ein ordentliches BBQ geben. Einen Tag später wird er dann zuerst in die Karibik und anschließend nach Texas fliegen, wo er seinem Job – Segelcoach – nachgeht. Sein Bruder Ben ist den März über in Christchurch beschäftigt. Entweder besuchen wir ihn dort oder man trifft sich im April in Auckland.
Nach einem kleinen Nickerchen sind wir nun fit genug, die Stadt im Südosten Australiens zu erkunden. Der fünfeinhalbstündige Flug war leider nicht sonderlich erholsam und durch die Zeitverschiebung haben wir nochmal drei Stunden verloren. Das Klima hier ist sehr angenehm: Mit 30° ist es tagsüber ungefähr so warm wie auf Bali, allerdings geht die Luftfeuchtigkeit momentan glücklicherweise gegen Null und nachts kühlt es sich auf ungefähr die Hälfte ab.
Melbourne hat knapp dreieinhalb Millionen Einwohner auf einer Fläche von 9000 km². Berlin hat im Vergleich dazu eine Fläche von 900 km², was bedeutet, dass ungefähr genauso viele Menschen auf zehn Mal so viel Fläche wohnen. Dies lässt sich durch das ozeanische Phänomen erklären, dass mehr in die Breite und nicht in die Höhe gebaut wird. Häuser mit Garten haben aber auch definitiv mehr Charme als aneinandergereihte, mehrstöckige Wohnblöcke.
Morgen wollen wir uns dann auf die bereits erwähnte Great Ocean Road Tour begeben, um dann am Wochenende nochmal das Stadtleben in Melbourne zu erkunden, bevor es am Sonntag weiter nach Sydney geht. Wie wir vorhin erfahren haben, gibt es zwischen Melbourne und Sydney einen Wettbewerb, welche Stadt denn nun besser ist – ungefähr so wie zwischen Köln und Düsseldorf. Wir werden versuchen, uns ein objektives Bild davon zu verschaffen. Fotos kommen dann in den nächsten Tagen.
Ist doch herrlich, der Wahlheimat so nahe zu sein 😉
Hey Ihr tapferen Recken… ich habe geweint, als ich in Frankfurt ankam… es war so schön mit Euch.
Chris: pass gut auf die Kim Jong Brill auf.
Seb: Du warst der weltbeste Negotiator.
Dicke Umarmung an Euch beide und grüßt mir die Kiwis.
Jungle Julia
sweeeeet, da wird man ja echt neidisch!!! 😉 Schöne Grüße aus Meckem
Sacht ma – stimmt es, dass der Frenchie seinen Flug verpasst hat, weil er betrunken war? 🙂 zum Schießen…
ich hab übrigens Mailkontakt mit Allan – er schreibt, dass er Euch mit zu einem Rugbyspiel nehmen will… Viele Fotos bitte 🙂
Also ich finde ja, das auch die aneinandergereihten Wohnblocks ihren Charme haben – schreibt die Jule aus Berlin 😉
Tach!
Schon für die Bali – Fotos bzw. dessen Veröffentlichung im unseren nasskalten Breitengraden steht euch der diesjährige Bambi in der Kategorie “Angewandte, seelische Grausamkeit” zu!
Weiterhin viel Spaß, und Grüße an Ben!!
Der Oke