In den ersten Mai feierten wir auf einem Konzert der argentinischen Ska-Band Los Pericos rein, für das wir letzte Woche in Palermo ein Poster gesehen hatten. Weil die Anne viel gute Musik aus Südamerika mitgebracht hatte und mir die hier populären Los Pericos unter anderem sehr zusagten, war klar, dass wir uns das Konzert nicht entgehen lassen sollten. Den Eintrittspreis von etwa drei Euro fanden wir auch direkt sehr sympatisch.
Christian und ich waren schätzungsweise die einzigen Mitteleuropäer auf dem Event, das einige Kilometer vom Stadtzentrum entfernt in einem alten Theater stattfand. Vorher gab es noch eine Aufführung einer Künstlergruppe und danach eine ordentliche Fiesta. Bemerkenswert ist, dass in Buenos Aires keine Veranstaltung vor zwölf oder eher noch ein Uhr anzufangen scheint – das Konzert begann beispielsweise gegen halb drei.



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Buenos Aires ist wirklich eine faszinierende Stadt. Man kann sagen, dass es etwas von New York, Berlin und Paris zur gleichen Zeit hat und dass das Wetter mit momentan über zwanzig Grad auf der einen Seite sowie das Preisniveau, das ungefähr ein Viertel im Vergleich zu Deutschland ausmacht, auf der anderen Seite einen entscheidenden Beitrag zum Wohlfühlen leisten. Im Gegensatz zu Santiago, wo es abends aufgrund der Berge schon recht kühl werden kann, ist es hier außerdem nachts auch noch recht warm. Die Feuer im Norden sind noch nicht vollständig gelöscht, aber zumindest hatten wir Glück mit dem Wind. Letztlich kann man nur hoffen, dass es demnächst irgendwann mal regnet.
Über die Zahl der Einwohner ist man sich scheinbar nicht ganz einig. Während die einen von elf Millionen sprechen, heißt es an anderen Stellen dreizehn oder sechzehn Millionen. Im Zentrum sind es wohl jedenfall um die sechs Millionen Menschen und je nachdem, welche Gebiete man nun mit einrechnet, kommt man auf die jeweilige Einwohnerzahl.
Unser Apartment liegt sehr zentral in der Nähe des Obelisken – einem Wahrzeichen der Stadt – und wir haben uns vorgenommen, regelmäßig kleine Touren zu starten. Außerdem sind wir bisher zu Fuß von der Sprachschule nach Hause gelaufen und haben dabei immer unterschiedliche Seitenstraßen genommen. Für die nächste Zeit haben wir schon viele Ausflugideen gesammelt, zum Beispiel mit der Fähre nach Montevideo übersetzen oder mit dem Zug einen Abstecher in den Norden der Stadt machen. Auch auf das Nachtleben, insbesondere am Wochenende, sowie auf das ein oder andere Sportevent sind wir sehr gespannt.












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Wir hatten uns vorgenommen, die Küche in unserem Apartment etwas ausgiebieger zu nutzen und nicht, wie in der letzten Zeit gerne gemacht, immer nur Nudeln zu essen oder auf Third Level Support zurückzugreifen. Das hat bisher auch sehr gut funktioniert. Durchaus förderlich ist, dass die Supermärkte hier kostenlos nach Hause liefern. Also haben wir den Einkaufswagen voll geladen, liefern lassen und fleißig gekocht. Es gab unter anderem Empanadas, Pfannkuchen, Burger, Steaks, Pizza und Salat. Mal schauen, was uns die nächsten Wochen sonst noch so einfällt. Von unserer Spanischlehrerin wurden wir außerdem in die Kunst des Matetrinkens eingeführt, was in Südamerika – insbesondere in Argentinien, Uruguay und Brasilien – sehr populär ist.









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Seit Montag sind wir nun also wieder Schüler. Der Einstieg war sehr interssant: “Hi, my name is Miranda, I am your Spanish teacher and this is the last time that I speak English with you!”. In unserer Sprachschule werden normalerweise bis zu sechs Personen in eine Gruppe gepackt. Wie es der Zufall so will, haben wir aber das Vergnügen, nur zu zweit zu sein. Das ist quasi wie Einzelunterricht, weil wir beide so ziemlich den gleichen Wissensstand haben. Dadurch werden wir zwar automatisch härter dran genommen, andererseits haben wir aber auch sehr viel Spaß. Unsere Lehrerin lacht jedenfalls gerne über und mit uns.
Die Lernkurve ist erstaunlich steil, was nicht zuletzt daran liegt, dass wir beide lange Latein in der Schule “genießen” durften und viele Vokabeln aus dem Deutschen und Englischen ableitbar sind. Sebastians Spanischkurs an der Uni war wohl hingegen eher wenig hilfreich, abgesehen davon, dass der auch schon ein ganzes Weilchen her ist. Jedenfalls fangen wir doch tatsächlich an zu verstehen, was die Leute so sagen, zumindest wenn sie laaaaaangsam mit einem reden. Sprechen ist dann natürlich wieder eine andere Sache.






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